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[42] Windgeräusch eines generischen Fahrzeugmodells: Synchrone Nahfeld-Fernfeld und Fernfeld-Innenraum Messungen sowie Simulationen

Von einem Konsortium der Fahrzeughersteller Audi, Daimler, Porsche und Volkswagen wurden Messungen und Simulationen an einem generischem Fahrzeugmodell durchgeführt, um die Strömungsakustik der am Modell dargestelltenKomponenten A-Säule und Spiegel zu untersuchen. Dafür werdenWellenzahlspektrenermittelt mit 93 Oberflächensensoren in optimierter Anordnung und bündig in ein Seitenscheibenmodul eingebautanalysiert und mit Simulationen der als kompressibel angenommenen Strömung verglichen. Besonderes Augenmerk der vorgestellten Untersuchungen gilt dabei der Bestimmung des akustischen Anteils des Druckfeldes im Nahfeld der Seitenscheibe aus den Wellenzahlspektren. Die experimentellen Wellenzahlspektren werden aus den Drucksignalen der 93 nicht äquidistant angeordneten Oberflächensensoren über eine Messzeit von 30 s bestimmt. Demgegenüber beträgt die Simulationszeit nur 0,5 s, allerdings bei einer sehr feinen und äquidistanten räumlichen Auflösung von 1 mm. Die daraus resultierenden Unterschiede werden vorgestellt und diskutiert. Synchron zu den 93 im akustischen Nahfeld angeordneten Drucksensoren, wurde die Schallabstrahlung ins Fernfeld mit einem Mikrofonarray gemessen. Die akustischen Anteile der Nahfeld-Wellenzahlspektren werden mit Hilfe der Beamforming Ergebnisse des Fernfeldes einzelnen Quelltypen und -orten zugeordnet. Um eine Gesamtbewertung der Windgeräusche zu ermöglichen, wurde im Modell zudem eine Glasscheibe eingebaut und synchron zum Array im Fernfeld auch die Innenraumakustik sowie die Beschleunigung der Seitenscheibe gemessen.

2014 – DAGA, Oldenburg, Germany
Michael Hartmann (VW, Germany)
Hironori Tokuno (Daimler, Germany)
Jörg Ocker (Porsche, Germany)
Friedhelm Decker (Audi, Germany)
Denis Blanchet (ESI Group, Germany)

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